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thulb.de / Services / Forschung / Lehre / Open Access / elektronisches Publizieren

Open Access und elektronisches Publizieren

Was ist Open Access?

Unter Open Access versteht man den freien und dauerhaften Zugang zu wissenschaftlicher Literatur oder Forschungsdaten im Internet. Der Gedanke dahinter ist, dass wissenschaftliche Erkenntnisse ihr Potential nur dann wirklich entfalten können, wenn sie von möglichst vielen Menschen ohne Einschränkungen gelesen und genutzt werden können. Entsprechend bietet Open Access sowohl für die Nutzenden als auch die Autorinnen und Autoren verschiedene Vorteile:

  • erhöhte Sichtbarkeit und Zitierhäufigkeit von Publikationen
  • schneller und kostenfreier Zugang zu wissenschaftlichen Informationen
  • Förderung der internationalen und interdisziplinären Zusammenarbeit
  • gute Auffindbarkeit der Publikationen durch internationale Bibliothekskataloge und Suchmaschinen
  • die Verwertungsrechte bleiben bei den Autorinnen und Autoren

Weitere Erläuterungen zu Open Access finden Sie unter https://open-access.network/

Wie publiziere ich Open Access?

Bei der Veröffentlichung von Open-Access-Publikationen gibt es verschiedene "Wege". Die Wahl eines Weges für eine Publikation schließt andere Wege nicht zwingend aus; es sind Überschneidungen möglich. Wir stellen im Folgenden die drei am häufigsten genutzten Wege vor:

Open-Access-Gold bezeichnet die Erstpublikation in einem reinen Open-Access-Medium. Die Publikation ist damit unmittelbar nach Erscheinen entgeltfrei weltweit zugänglich. Eine Übersicht qualitätsgeprüfter Zeitschriften finden Sie im Directory of Open Access Journals (DOAJ). Begutachtete Monografien können im Directory of Open Access Books (DOAB) oder in der OAPEN-Library nachgeschlagen werden. In der Regel wird vom Verlag für die Veröffentlichung von den Autoren eine Publikationsgebühr (APC) erhoben.

Der grüne Weg bezeichnet die Zweit- oder Parallelveröffentlichung eines bereits erschienen Werks in einem Open Access-Repositorium (z.B. der Digitalen Bibliothek Thüringen). Selbstarchivierung meint zudem die Bereitstellung von Werken auf der Webseite der Autorinnen und Autoren. Bei der Zweitveröffentlichung sind die Bestimmungen des Urheber- und Nutzungsrechts zu beachten. Teils müssen Embargofristen der Verlage eingehalten werden, bevor eine Zweitveröffentlichung erfolgen kann.

Beim hybriden Publizieren ermöglichen die Verlage eine Parallelveröffentlichung von einzelnen Artikeln und Monografien im Open-Access-Verfahren, die ansonsten ausschließlich in kostenpflichtigen Druckmedien erscheinen. Die Verlage verlangen hierfür in der Regel eine gesonderte Gebühr.

Wie erhöht man die Sichtbarkeit der eigenen Forschung?

Die offene und rasche Verfügbarkeit von Publikationen via Open-Access ist ein wesentlicher Schlüssel zur Verbreitung und Sichtbarkeit Ihrer Forschungsergebnisse. Wichtig ist aber auch, dass Ihre Veröffentlichungen einerseits zitierfähig sind und bleiben und dass sie anderseits auch wirklich Ihnen und Ihrer Institution zugeordnet werden können. Beides wird mittels eindeutiger Identifikatoren wie z.B. DOI oder ORCID erreicht.

Persistent Identifier wie zum Beispiel der Digital Object Identifier (DOI) gewährleisten, dass digitale Publikationen und Forschungsdaten eindeutig und dauerhaft identifizierbar sind und somit in der wissenschaftlichen Kommunikation zitiert werden können. Weitere Informationen unter https://www.doi.org.

Die ThULB ist Mitglied im „DOI-Konsortium“ der Technischen Informationsbibliothek Hannover (TIB) und realisiert die Registrierung von digitalen Publikationen und Forschungsdaten, wenn die Ergebnisse in den Repositorien der ThULB publiziert werden.

Lizenz CC0 1.0

  • Bedeutung: public domain
  • Erklärung: Die Urheberin bzw. der Urheber verzichtet vollständig auf Rechte an ihrem bzw. seinem Werk. Die Freigabe der Inhalte wird in keiner Weise durch Lizenzbedingungen eingeschränkt.

Lizenz CC BY 4.0

  • Bedeutung: Attribution, Namensnennung
  • Erklärung: Erfordert die Namensnennung der Urheberin bzw. des Urhebers, der Quelle, des Rechteinhabers und der Lizenz

Lizenz CC BY-SA 4.0

  • Bedeutung: Share Alike (Weitergabe unter gleichen Bedingungen)
  • Erklärung: Erfordert eine Weitergabe von Bearbeitungen des Werkes unter gleichen Bedingungen (der gleichen Lizenz).

Lizenz CC BY-ND 4.0

  • Bedeutung: No Derivatives (keine Bearbeitungen)
  • Erklärung: Das Werk darf nicht kommerziell verwendet werden.

Lizenz CC BY-NC 4.0

  • Bedeutung: Non Commercial (nicht kommerziell)
  • Erklärung: Das Werk darf nicht bearbeitet werden. Als Bearbeitungen zählen Veränderungen, die das Werk in der Kernaussage stark genug verändern, sodass das neue Werk urheberrechtswürdig ist. Hierzu zählen unter anderem Übersetzungen.

Lizenz CC BY-NC-SA 4.0

  • Bedeutung: nicht kommerziell + Weitergabe unter gleichen Bedingungen

Lizenz CC BY-NC-ND 4.0

  • Bedeutung: nicht kommerziell + keine Bearbeitungen

Creative-Commons-Lizenzen werden von Urheberinnen bzw. Urheber für ihren Forschungsoutput – Publikationen, Forschungsdaten etc. – vergeben, um der Öffentlichkeit bestimmte Nutzungsrechte einzuräumen. Die Lizenzen setzen sich aus diversen Elementen zusammen, die Inhalte freigeben bzw. bestimmte Einschränkungen der Nachnutzbarkeit treffen.

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena empfiehlt in ihrer Open-Access-Policy vorzugsweise die Vergabe einer CC BY- oder CC BY-SA-Lizenz.

ORCID ist ein international anerkannter Identifikator für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Über diese ID lassen sich Publikationen eindeutig mit einer Person verbinden. Das ist notwendig, da sich aufgrund von z.B. Namensgleichheit, -varianten oder -änderungen oft keine eindeutige Beziehung zwischen Autorinnen und Autoren und ihren wissenschaftlichen Publikationen herstellen lassen. Weitere Informationen unter https://orcid.org.

Warum ORCID?

  • Durch die Verwendung einer ORCID erhöhen Sie die Sichtbarkeit Ihrer Forschungsleistungen, da Ihre in diversen Datenbanken nachgewiesenen Publikationen unter einer ID zentral gebündelt werden.
  • Sie können Ihre via ORCID erstellte Publikationsliste zentral pflegen und in diversen Systemen einbinden. ORCID ist zudem unabhängig, sodass Sie Ihre Publikationsliste bei beruflichen Veränderungen mitnehmen können.
  • Viele Verlage verlangen von ihren Autorinnen und Autoren bereits die Verwendung einer ORCID (ORCID Open Letter - Publishers).

Automatischer Datenaustausch via ORCID

Sie können Publikationen automatisch in Ihrem Profil ergänzen lassen, indem Sie z.B. Kooperationspartner als "Trusted Parties" festlegen. Diesen Status können Sie z.B. für CrossRef und DataCite vergeben, um Publikationen über die DOI (Digital Object Identifier) automatisch in Ihr Profil laden zu lassen. Auch in Datenbanken wie Web of Science (Researcher ID) und Scopus (Scopus Author ID) kann dieser Status eingeräumt werden, um den Datenaustausch zu automatisieren.

Für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena verfügt die ThULB über eine institutionelle Mitgliedschaft bei ORCID und ist Mitglied im ORCID DE-Konsortium. Sie können uns gerne zu einer "Trusted Party" benennen, und wir unterstützen Sie bei der Pflege Ihrer Publikationsliste via ORCID, indem wir automatisiert:

  • in unserer (im Aufbau befindlichen) Universitätsbibliographie verzeichnete Publikationen zukünftig in Ihr ORCID-Profil übertragen.
  • die Angabe Ihrer Zugehörigkeit zur Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie externe Autoren-IDs oder alternative Namensformen in Ihrem ORCID-Profil ergänzen.
  • Publikationsdaten aus Ihrem ORCID-Profil in unsere Universitätsbibliographie übernehmen, sobald diese in Betrieb ist.

Die Sichtbarkeit der eigenen Forschung sowie die Reputation des Forschungsstandortes Jena kann zudem durch eine korrekte Nennung der Affiliation verbessert werden. Als Hilfestellung hat die Friedrich-Schiller-Universität Jena eine Affiliationsrichtlinie erlassen.

1. Präambel

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena fördert den offenen Zugang zu den Ergebnissen wissenschaftlicher Forschung und befürwortet die Prinzipien des Open Access im Sinne der Berliner Erklärung. Im Verbund mit den anderen Thüringer Hochschulen setzt sie die Thüringer Strategie zur Digitalisierung im Hochschulbereich um und beteiligt sich aktiv an Open-Access-Initiativen. Sie verfolgt das Ziel, die Forschungsergebnisse ihrer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter Beachtung der jeweils geltenden fachlichen Standards gut sichtbar, breit zugänglich und nachnutzbar zu machen. Sie unterstützt die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Umsetzung von Open Access entsprechend den DFG-Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis sowie den FAIR-Prinzipien für Forschungsdaten. Der Einsatz für den offenen Zugang zu den Forschungsergebnissen steht im Einklang mit der Wissenschafts- und Publikationsfreiheit. Die Universität legt großen Wert darauf, das Prinzip der freien Wahl des Publikationsweges unangetastet zu lassen: Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena entscheiden selbst, wo und zu welchen Zugangsbedingungen sie ihre Forschungsergebnisse publizieren. Der Universität ist bewusst, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler je nach Fachdisziplin hier vielfältige und zum Teil neue Wege beschreiten.
 

2. Was ist Open Access?

Die Idee von Open Access ist es, wissenschaftliche Literatur und Daten uneingeschränkt und in der Nutzung kostenfrei über das World Wide Web zugänglich zu machen sowie Barrieren bei ihrer Nutzung abzubauen. Der uneingeschränkte Zugang zu den Ergebnissen wissenschaftlicher Forschung fördert deren Sichtbarkeit und Rezeption. Der „goldene Weg“ des Open-Access-Publizierens steht für die direkte, kostenfreie Verfügbarkeit von Publikationen und Daten in anerkannten und begutachteten Open-Access-Medien. Der „grüne Weg“ sieht die Möglichkeit der kostenfreien Zweitveröffentlichung im institutionellen Repositorium der Friedrich-Schiller-Universität Jena oder einem disziplinspezifischen Repositorium vor.
 

3. Empfehlungen und Grundsätze

Im Rahmen ihres Engagements für den freien Zugang zu wissenschaftlichen Informationen ermutigt die Friedrich-Schiller-Universität Jena Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Ergebnisse ihrer Forschungen nach den Prinzipien des Open Access ohne Zugriffbeschränkungen digital zu publizieren. Der Senat verabschiedet die folgenden Grundsätze und Empfehlungen:

  • Die Friedrich-Schiller-Universität Jena ermutigt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, von ihrem durch § 38 Abs. 4 UrhG gewährleisteten Recht auf Zweitveröffentlichung Gebrauch zu machen und ihre digitalen Publikationen zusätzlich in der Digitalen Bibliothek Thüringen (DBT), dem von der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena (ThULB) betriebenen institutionellen Repositorium, oder in einem anderen disziplin- bzw. fachspezifischen Repositorium zu veröffentlichen.
  • Für die Herausgabe eigener Open-Access-Zeitschriften, -Sammelbände, -Monographien und sonstiger Medien stellt die ThULB den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Zeitschriftenplattform journals@UrMEL sowie die Digitale Bibliothek Thüringen bereit.
  • Die ThULB ist die zentrale Anlaufstelle zur Förderung von Open Access an der Universität. Sie berät zu Fragen des Open-Access- und des Elektronischen Publizierens. Weiterhin bietet sie Unterstützung bei der Finanzierung von Open-Access-Publikationen und ist bestrebt, die Open-Access-Transformation an der Universität voranzutreiben, u.a. durch die vermehrte Integration von Open-Access-Lizenzmodellen.
  • Die Friedrich-Schiller-Universität Jena empfiehlt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, ihre Open-Access-Publikationen in der Hochschulbibliographie zu verzeichnen, um deren Sichtbarkeit zu optimieren und ein Monitoring zu gewährleisten.
  • Die Friedrich-Schiller-Universität Jena ermutigt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sich beim Abschluss von Autor/innenverträgen stärker mit dem Thema Rechteeinräumung auseinanderzusetzen. Die Einräumung ausschließlicher Nutzungsrechte an Verlage ist häufig nicht notwendig und nachteilig für die Autorinnen und Autoren sowie die Weiter- und Nachnutzbarkeit der Publikation. Für Open-Access-Publikationen sollten lediglich einfache Nutzungsrechte eingeräumt werden.
  • Die Friedrich-Schiller-Universität Jena empfiehlt, digitale Erstveröffentlichungen unter einer Creative Commons-Lizenz zu publizieren (vorzugsweise CC-BY oder CC-BY-SA). Damit geben Forschende als Urheber und Urheberinnen allen Interessierten die Möglichkeit, die eigenen Werke unter bestimmten Bedingungen weiterzunutzen und weiterzuentwickeln, ohne hierfür ausdrücklich um Erlaubnis fragen zu müssen. Die CC-BY-Lizenz erlaubt eine umfassende Nachnutzbarkeit durch Dritte, steigert hierdurch die Sichtbarkeit der an der Friedrich-Schiller-Universität Jena entstandenen Publikationen und stellt dabei gleichzeitig die Zitierung des Urhebers sicher.
  • Die Friedrich-Schiller-Universität Jena ermutigt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sich bei qualitätsgesicherten Open-Access-Publikationsorganen in Herausgabe-, Redaktions- und Gutachterfunktionen zu engagieren.
  • Sie unterstützt die Verarbeitung von Forschungsdaten gemäß den FAIR-Prinzipien und fördert die freie Zugänglichkeit von Forschungsdaten. Der Umgang mit Forschungsdaten und deren Publikation werden von der Kontaktstelle Forschungsdatenmanagement koordiniert. Die Kontaktstelle arbeitet eng mit dem Universitätsrechenzentrum und der ThULB zusammen.
  • Die Friedrich-Schiller-Universität Jena empfiehlt zur Autor/innenidentifikation ausdrücklich die Verwendung des Identifikators der „Open Researcher Contributor Initiative“ (ORCID). Dieser gewährleistet eine eindeutige Zuordnung zu Publikationen und Forschungsdaten. Weiter fordert sie Universitätsmitglieder und -angehörige dazu auf, ihre Zugehörigkeit zur Universität in Forschungspublikationen gemäß der Affiliationsrichtlinie der Friedrich-Schiller-Universität Jena kenntlich zu machen.
  • Die ThULB unterstützt den freien Zugang zu digitalisierten Quellen der kulturellen Überlieferung (Open Digitisation Policy). Für den weltweit freien Zugang zu digitalisierten Kulturgütern aus Thüringer Archiven, Bibliotheken, Museen und weiteren Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen steht das digitale Kultur- und Wissensportal Thüringens kulthura zur Verfügung.
     

ThULB Jena, 26.01.2022

Article Processing Charges (APC)
APC bezeichnet die Publikationsgebühr, die ein Verlag für die Veröffentlichung eines Open-Access-Zeitschriftenbeitrags erhebt.


Author Accepted Manuscript
Author Accepted Manuscript bezeichnet die akzeptierte Manuskriptversion eines Artikels, die begutachtet, aber noch nicht gesetzt und redaktionell bearbeitet wurde.


Book Processing Charges (BPC)
BPC bezeichnet die Publikationsgebühr, die ein Verlag für die Veröffentlichung einer Open-Access-Monographie erhebt.


Creative Commons (CC)
CC-Lizenzen werden vergeben, um Nutzungsrechte von Open-Access-Publikationen festzulegen. Sie setzen sich aus kombinierbaren Elementen zusammen.


Corresponding authorship
Die korrespondierende Autorin bzw. der korrespondierende Autor (corresponding author) ist Hauptansprechperson für eine Publikation, meist einen Zeitschriftenartikel, gegenüber dem Verlag und der Leserschaft.


DEAL
Projekt DEAL setzt sich für den Abschluss deutschlandweiter Verträge zum Publizieren in großen Wissenschaftsverlagen (Wiley, Springer Nature, Elsevier) ein. Wichtigste Eckpunkte der Verträge sind der lesende Zugriff auf die gesamten Zeitschriftenportfolien der Verlage, die Möglichkeit der Open-Access-Stellung von Publikationen affiliierter korrespondierender Autorinnen bzw. Autoren, sowie eine Bepreisung basierend auf dem Publikationsaufkommen der einzelnen Einrichtungen.


Diamond-Open-Access
Diamond- bzw. Platinum-Open-Access bezeichnet Publikationen in reinen Open-Access-Zeitschriften, die keine Publikationsgebühren erheben.


Directory of Open Access Journals (DOAJ)
Das DOAJ ist ein Verzeichnis qualitätsgeprüfter Open-Access-Zeitschriften und zugehöriger Artikel.


Digital Object Identifier (DOI)
Eine DOI ist eine dauerhafte Kennung, die eine Publikation oder ein Objekt eindeutig referenzierbar und zitierbar ausweist.


Embargofrist
Als Embargofrist wird der Zeitraum bezeichnet, nach dem Verlage Autorinnen bzw. Autoren das Recht einräumen, den Volltext ihrer Publikation als Zeitveröffentlichung auf einem Repositorium verfügbar zu machen.


Gemeinsamen Normdatei (GND)
In der GND werden Entitäten, u.a. Personen und Körperschaften, kooperativ durch Bibliotheken repräsentiert und beschrieben. GND IDs werden insbesondere in den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften als eindeutige Autorinnen- bzw. Autorenenidentifikatoren genutzt.


Gold-Open-Access
Gold-Open-Access bzw. Goldener Weg bezeichnet die Publikation eines Artikels in einer reinen Open-Access-Zeitschrift.


Green-Open-Access
Green-Open-Access bzw. Grüner Weg bezeichnet die Zweitveröffentlichung eines in einer Subskriptionszeitschrift erschienen Artikels auf einem Open-Access-Repositorium.


Hybrid-Journal
Als Hybrid-Journals werden Subskriptionszeitschriften bezeichnet, die eine Veröffentlichung einzelner Artikel in hybridem Open Access gegen Bezahlung einer Publikationsgebühr ermöglichen. Im Unterschied zu genuinen Open-Access-Zeitschriften sind nicht alle Artikel dieser hybriden Zeitschriften ohne Paywalls (Bezahlschranken) zugänglich.


Open Access
Open Access bezeichnet den freien Zugang zu wissenschaftlichen Ergebnissen. Wissenschaftliche Publikationen sollen demnach digital, kostenfrei und öffentlich über das Internet zugänglich sein sowie in der Regel ohne technische und rechtliche Barrieren gelesen, kopiert, verteilt, gedruckt und durchsucht sowie anderweitig nachgenutzt werden können.


Open Researcher & Contributor ID (ORCID)
ORCID bietet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern einen eindeutigen Identifikator zur Verknüpfung ihrer Person mit den eigenen Forschungsergebnissen und -aktivitäten.


Persistent Identifier (PID)
Ein PID, dient der eindeutigen und dauerhaften Referenzierung von Publikationen und Objekten sowie ihrer Zuordnung zu Personen und Institutionen.


Publikationsfonds
Über Open-Access-Publikationsfonds unterstützen wissenschaftliche Einrichtungen ihre korrespondierenden Autorinnen bzw. Autoren bei der Finanzierung von Open-Access-Publikationsgebühren.


Repositorium
Ein Repositorium ist ein an Universitäten oder Forschungseinrichtungen betriebener Dokumentenserver zur Veröffentlichung und Archivierung elektronischer Publikationen und wissenschaftlicher Objekte, die weltweit offen und langfristig zugänglich gemacht werden. Unterschieden werden institutionelle Repositorien (z.B. die Digitale Bibliothek Thüringen) sowie disziplinäre Repositorien für bestimmte Fachgebiete.


Subskription
Im Rahmen des Subskriptionsmodells finanzieren Bibliotheken oder andere Einrichtungen über Abonnements den Zugriff auf regelmäßig erscheinende Ressourcen, z.B. Zeitschriften.


Transformationsvertrag
Transformationsverträge (transformative agreements) sind für den Übergang vom Subskriptions- zu einem rein publikationsbasierten Open-Access-Modell abgeschlossene Verlagsvereinbarungen, die an Bibliotheken und anderen Einrichtungen sowohl den lesenden Zugriff auf ein Zeitschriftenportfolio als auch Publikationsgebühren in hybridem Open Access abdecken.


Version of Record
Version of Record oder Verlagsversion bezeichnet die begutachtete und gesetzte Fassung eines Artikels.


Zweitveröffentlichung
Im Rahmen einer Zweitveröffentlichung werden Werke zeitgleich oder zeitversetzt zur Erstveröffentlichung auf Open-Access-Repositorien publiziert, um einen dauerhaften offenen Zugriff auf die Materialien zu ermöglichen. Dabei sind die rechtlichen Rahmenbedingungen (Zweitveröffentlichungsrecht) und Vorgaben der Verlage (Embargofristen) zu beachten.