Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek

ThULB Jena - Thüringer Universitäts und Landesbibliothek

Elektronisches Publizieren / Open Access

Was ist Open Access?

Ziel des Open-Access-Gedankens ist es, wissenschaftliche Literatur uneingeschränkt, kostenfrei und dauerhaft über das Internet bereitzustellen. Für die Leser sollen dabei keine finanziellen, rechtlichen oder technischen Hindernisse entstehen.

Vorteile von Open Access

  • Erhöhte Sichtbarkeit und Zitierhäufigkeit von Publikationen
  • Beschleunigter Publikationsprozess im Vergleich zu herkömmlichen Publikationswegen
  • Schneller und kostenfreier Zugang zu wissenschaftlichen Informationen
  • Gute Auffindbarkeit der Publikationen durch internationale Bibliothekskataloge und Suchmaschinen
  • Verbleib der Verwertungsrechte beim Autor

Detaillierte Erläuterungen zu Open Access finden Sie auf der Informationsplattform open-access.net.

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Elektronisches Publizieren und Open Access an der ThULB

Open-Access-Förderung 2020/2021

Im Rahmen einer Fördermaßnahme zum Open-Access-Publizieren können Angehörige der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) über die Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena (ThULB) in 2020/21 Fördermittel für Publikationskosten von Open-Access-Veröffentlichungen in Anspruch nehmen. Weitere Informationen finden Sie unter Open-Access-Förderung 2020/2021.

Wenn Sie Ihre wissenschaftliche Publikation in einem Repositorium der ThULB veröffentlichen möchten, stehen Ihnen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung.

Mitarbeiter und Studierende der Friedrich-Schiller-Universität Jena können ihre Texte in der Digitalen Bibliothek Thüringen (DBT) veröffentlichen. Dies gilt für Hochschulschriften (z. B. Dissertationen, Habilitationsschriften und Abschlussarbeiten) ebenso wie für sonstige universitäre und außeruniversitäre Dokumente (z. B. Aufsätze, Kongressschriften) oder auch audiovisuelle Formate (z. B. Vorlesungsmitschnitte). Neben der Veröffentlichung im Rahmen des Open Access als Erstpublikation ("Goldener Weg") bietet Ihnen die DBT auch die Option, bereits erschienene Texte als Zweit- oder Parallelpublikation ("Grüner Weg") zu hinterlegen.  

Nähere Informationen zum Publikationsprozess erhalten Sie in der DBT.

Veröffentlichung von Zeitschriften

Publikationsplattform für Online-Zeitschriften und andere Periodika ist das Portal journals@UrMEL. Dieses Angebot der Universal Multimedia Electronic Library (UrMEL) richtet sich insbesondere an Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen, die eigene Online-Zeitschriften oder andere Periodika gründen und veröffentlichen möchten.

Kataloge und Suchmaschinen

Sämtliche in unsere Publikationsplattformen integrierten Dokumente sind in die Recherchesysteme der ThULB, in übergreifende Bibliothekskataloge (z. B. Gemeinsamer Verbundkatalog, WorldCat) sowie in Suchmaschinen (z. B. Google, Base) eingebunden und dort recherchierbar.

Einen Überblick über unsere Angebote und Services zum digitalen Publizieren vermittelt auch unser Flyer zu Open Access / Elektronisches Publizieren.
Haben Sie Fragen rund um das elektronische Publizieren, sprechen Sie uns bitte an oder schicken uns Ihre Anfrage per E-Mail.

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Open-Access-Publizieren im Rahmen von Horizon 2020

Die Europäische Kommission (EC) und der Europäische Forschungsrat (ERC) sowie zahlreiche weitere nationale und internationale öffentliche Drittmittelgeber verlangen in ihren Förderrichtlinien, die Ergebnisse der von ihnen geförderten Projekte der Öffentlichkeit frei zugänglich zu machen. Ergänzend zu einer Veröffentlichung in Printmedien oder in zugangsbeschränkten Online-Medien müssen die wissenschaftlichen Publikationen in Open-Access-Repositorien bereitgestellt werden. Einen Überblick über die wichtigsten Fakten zum Open-Access-Publizieren im aktuellen EU-Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 sowie Informationen zur technisch-bibliothekarischen Infrastruktur und den Services der ThULB in diesem Bereich finden Sie in folgendem Leitfaden.

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Verlagsspezifische Open-Access-Informationen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der FSU Jena können bei verschiedenen Verlagen auf Open-Access-Regelungen zurückgreifen:

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Predatory Journals

Verschiedene überregionale Tages- und Wochenzeitungen, TV-Sender und andere Medien berichteten unter Schlagwörtern wie "Pseudo-Journale" oder "Fake-Zeitschriften" über die Existenz und dubiosen Geschäftspraktiken vermeintlicher wissenschaftlicher Verlage. Zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland haben bereits bei derartigen Anbietern publiziert.

Was ist Predatory Publishing?

Predatory Publishing bezeichnet das Geschäftsmodell vermeintlicher wissenschaftlicher Verlage bzw. Online-Fachzeitschriften, welche - unter dem Label "Open Access" - die Veröffentlichung wissenschaftlicher Aufsätze gegen Gebühr anbieten. Eine strenge inhaltliche und unabhängige Qualitätsprüfung (Peer Review) der eingereichten Arbeiten sowie eine professionelle redaktionelle Bearbeitung der Artikel - Prozesse und Dienstleistungen, die in renommierten wissenschaftlichen Fachzeitschriften zu den Standards der wissenschaftlichen Qualitätssicherung gehören - finden nicht statt.

Während sich bei manchen dieser Anbieter die zweifelhaften Absichten unmittelbar entdecken lassen, da zum Beispiel Einladungsschreiben und Webseiten zahlreiche orthographische und grammatikalische Fehler aufweisen, ist bei anderen Zeitschriften oder Verlagen eine umfangreichere Überprüfung erforderlich, um die zweifelhaften Praktiken zu erkennen. Zahlreiche Predatory-Zeitschriften passen ihre Website und/oder Namensgebung und die grafische Gestaltung an das äußere Erscheinungsbild und den Titel renommierter Fachjournale an, um damit wissenschaftliche Qualität vorzutäuschen. Gelegentlich werden auch die Namen renommierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als Herausgeber aufgeführt, ohne dass die Personen darüber informiert sind.

Vorsichtsmaßnahmen

Insbesondere bei weniger bekannten Zeitschriften und/oder Verlagen ist vor der Beitragseinreichung eine genaue und kritische Prüfung dringend anzuraten.

In der Vergangenheit wurden mehrfach Blacklistings als Auflistungen von Predatory Journals erstellt. Die bekannteste Zusammenstellung war die Beall's List, die 2017 eingestellt wurde. Weitere Listen sind die von Cabell's International erstellte, sowie die Webseite "Stop Predatory Journals". Allen diesen Listen gemein ist, dass keine transparenten Kriterien für die Bewertung von Verlagen und Zeitschriften angesetzt werden sowie keine regelmäßigen Aktualisierungen der Listen erfolgen.

Einen guten Einstieg bietet hingegen das Directory of Open Access Journals (DOAJ), in dem qualitätsgesicherte Open-Access-Zeitschriften verzeichnet sind. Vor der konkreten Beitragseinreichung empfehlen sich folgende Prüfschritte, welche sich an den Hinweisen der Bibliothek der Universität Maastricht orientieren:

  • Ist die ISSN der Zeitschrift korrekt?
  • Wird die Zeitschrift von anerkannten Datenbanken ausgewertet?
  • Ist der Verlag Mitglied von "Open Access Scholarly Publishers Association" (OASPA) oder des "Committee on Publication Ethics" (COPE)
  • Ist die Zeitschrift im "Journal Citation Reports" oder in anderen etablierten Metriken ausgewertet?
  • Wie ist der Status des Herausgebers? Taucht dieser ggf. in mehreren fachlich nicht zusammengehörigen Zeitschriften auf etc.?
  • Ist die Internetpräsenz/Plattform des Anbieters stimmig oder enthält sie Fehler, Standardfloskeln etc.?
  • Werden nicht realistische Angaben oder Versprechungen in Hinblick auf den zeitlichen Ablauf des Peer Review gemacht?
  • Sind die vertraglichen Vereinbarungen seriös? Bei der Publikation in Open-Access-Zeitschriften sollten die Autorinnen und Autoren ihr Nutzungsrecht behalten, Artikelgebühren erst nach Akzeptanz oder Publikation bezahlen und auf der Webseite klare Angaben zur Höhe der Kosten finden.
  • Auch die Checkliste von Think!Check!Submit! bietet hilfreiche Anregungen, um sich vor dem Einreichen eines Artikels einen Eindruck von der Seriosität eines Journals zu verschaffen.

Sie haben Fragen zu einem konkreten Verlag oder zu einem bestimmten Journal? Sie planen eine Veröffentlichung oder einen Konferenzbeitrag?
Unser Open-Access-Beauftragter berät Sie jederzeit gerne. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Konferenzen

Vor allem Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler erhalten nach öffentlich beworbenen Fachkonferenzen, auf denen sie einen Vortrag gehalten haben, oft Angebote von Verlagen zur Veröffentlichung des verschriftlichten Vortrags in einer angeblichen Fachzeitschrift/Konferenzreihe. Auch hier gilt es, entsprechende Angebote stets kritisch zu prüfen.

Eine weitere Form sind so genannte Scheinkonferenzen von Anbietern, die massiv um Einreichung von Beiträgen für angebliche internationale Konferenzen werben und von Referentinnen und Referenten ungewöhnlich hohe Teilnahmegebühren verlangen. Nach Eingang der Teilnahmegebühr werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dann häufig kurzfristig informiert, dass die Konferenz nur virtuell oder in deutlich reduziertem Umfang stattfindet. Die eingereichten Beiträge werden anschließend häufig ohne weitere Bearbeitung veröffentlicht. Bereits bezahlte Gebühren werden in der Regel nicht erstattet.

Sind Open-Access-Zeitschriften grundsätzlich problematisch?

Teilweise wird "Predatory Publishing" von Kritikern als Argument gegen das Open-Access-Publizieren angeführt. Hier muss jedoch klar differenziert werden: Das Gros der am Markt agierenden Open-Access-Zeitschriften entspricht den etablierten strengen wissenschaftlichen Standards und setzt Peer-Review-Verfahren ein. Predatory-Zeitschriften und -Verlage stellen gleichsam "schwarze Schafe" im wissenschaftlichen (Open-Access)-Publikationswesen dar. Sie praktizieren das auf Publikationsgebühren basierende Geschäftsmodell, welches auch von vielen Open-Access-Zeitschriften genutzt wird. Bei einem qualitätsgesicherten Open-Access-Journal wird die Gebühr jedoch erst nach der Entscheidung über die Annahme einer Publikation auf Basis der Ergebnisse des Peer-Review-Verfahrens erhoben.

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Dissertationen & Habilitationsschriften

Ergänzend zur Veröffentlichung der Printexemplare besteht die Möglichkeit, Ihre Dissertation oder Habilitationsschrift elektronisch und frei zugänglich in der Digitalen Bibliothek Thüringen (DBT) zu publizieren.

DISSERTATIONEN

Die Pflichtexemplare Ihrer Dissertation nimmt die ThULB entgegen. Alle Möglichkeiten der Abgabe Ihrer Dissertation in der Bibliothek und weitere Informationen können Sie der Checkliste (deutsch / englisch) entnehmen.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Ansprechpartner in der Bibliothek.

HABILITATIONSSCHRIFTEN

Die Regelungen zur Veröffentlichung einer Habilitationsschrift sind in der Habilitationsordnung der Friedrich-Schiller-Universität Jena festgelegt. Demnach ist der Pflicht zur Veröffentlichung der Habilitationsschrift Genüge getan, wenn - über die vier Exemplare der Habilitationsschrift für die Prüfungsakten hinaus - der ThULB (Dissertationsbearbeitung) fünf Pflichtexemplare übergeben werden. Hinweise zur Abgabe Ihrer Habilitationsschrift finden Sie in folgender Checkliste (deutsch) / (englisch).

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Bachelor- & Masterarbeiten und sonstige Abschlussarbeiten

VORAUSSETZUNGEN

Für die Online-Veröffentlichung Ihrer an der Friedrich-Schiller-Universität Jena angefertigten Abschlussarbeit in der Digitalen Bibliothek Thüringen (DBT) müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

EINREICHUNG

Wenn diese Vorgaben erfüllt sind, können Sie Ihre Abschlussarbeit per Upload: https://hochschulschriften.thulb.uni-jena.de hochladen. Die Bibliothek prüft das Dokument, versieht es mit bibliographischen Daten und nimmt die Veröffentlichung in der Digitalen Bibliothek Thüringen vor. Gedruckte Abschlussarbeiten werden durch die Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek nicht gesammelt.

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Kontakt

Publikation von Hochschulschriften (Dissertationen, Habilitationsschriften, Abschlussarbeiten)

Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena
Hochschulschriftenstelle
Briefe: Postfach, 07737 Jena
Pakete: Bibliotheksweg, 07743 Jena

Ansprechpartnerinnen: Annett Hafermann und Doreen Schäf

Tel.: +49 3641 9-404 210
Fax: +49 3641 9-404 002
E-Mail

Publikation sonstiger universitärer und außeruniversitärer Dokumente

Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena
Open-Access-Beauftragter: Thomas Witzgall
Team E-Publizieren

Tel.: +49 3641 9-404 041
Fax: +49 3641 9-404 002
E-Mail

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