Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek

ThULB Jena - Thüringer Universitäts und Landesbibliothek

Delbrück, Clemens von (1856-1921)

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Halle (Saale), Heidelberg, Greifswald und Berlin trat Clemens von Delbrück 1882 in den höheren Verwaltungsdienst ein, wurde 1896 Oberbürgermeister von Danzig und 1902 Oberpräsident der Provinz Westpreußen. Seit 1905 preußischer Minister für Handel und Gewerbe, seit 1909 Staatssekretär im Innenministerium und seit 1914 Vizepräsident des Preußischen Staatsministeriums, wurde Delbrück der eigentliche Leiter der Innenpolitik des Reichs. Seit 1911 mit den Vorbereitungen zur wirtschaftlichen Mobilmachung betraut, war er bis 1916 Organisator der deutschen Kriegswirtschaft. Nach dem Zusammenbruch der Monarchie wurde er zum Mitbegründer der Deutschnationalen Volkspartei. "Die wirtschaftliche Mobilmachung in Deutschland 1914" wurde 1924 aus dem Nachlass herausgegeben.

Art der Materialien

  • Korrespondenz (über 3600 Einheiten)
  • persönliche Lebensdokumente
  • Manuskripte
  • politische Drucksachen mit hsl. Bemerkungen, u.a. G. Freges Vorschläge für ein Wahlgesetz

Bemerkungen

  • Der Nachlass Delbrück wird seit Oktober 2009 im Rahmen eines DFG-Projekts wissenschaftlich erschlossen und digitalisiert.

Literatur

  • Matthias Steinbach / Uwe Dathe, Ein deutscher Tory zwischen Kaiserreich und Weimarer Republik. Der Nachlass Clemens von Delbrücks (1856-1921), in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, Heft 1, 2010, S. 139-145
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