Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek

ThULB Jena - Thüringer Universitäts und Landesbibliothek

Pracht der Musik. Musikalien der Reformationszeit aus den Beständen der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena

vom 15.02.2012 bis 15.11.2012

Ein wegen des Rangs der gezeigten Exponate glanzvoller Höhepunkt im diesjährigen Themenjahr der Lutherdekade "Reformation und Musik" ist diese Ausstellung. Die Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek (ThULB) Jena besitzt die Handschriften und Drucke der sächsischen Kurfürsten Friedrich der Weise und Johann Friedrich I. (Bibliotheca Electoralis). Berühmt sind die dazu zählenden Musikalien, allen voran mehrere großformatige, prachtvoll ausgestaltete flämische Chorbücher aus der Werkstatt des Petrus Alamire, aber auch eine Sammlung gedruckter Stimmbücher. Diese Bücherschätze sind ein Spiegel der Wittenberger Musikkultur zur Zeit Martin Luthers, welcher sie persönlich vor Augen gehabt und den aus ihnen hervorgebrachten Musikklang gehört hat. Ausgewählte Stücke sind im Original zu sehen, darunter das größte Alamire-Chorbuch der Welt.

Einen weiteren Schwerpunkt des Ausstellungsteils im Zimelienraum bilden Handschriften und Drucke, aus denen Luthers Impulse für die Herausbildung der evangelischen Kirchenmusik deutlich werden. So sind etwa die beiden zentralen Dokumente zur berühmten "Deutschen Messe" erstmals gemeinsam zu sehen: die Druckfassung von 1526 und die zur ersten Erprobung der neuen Messe 1525 gehaltene Predigt Luthers in der Abschrift seines Mitarbeiters Georg Rörer, mit dessen bedeutsamer Notiz, erstmals eine deutsche Messe gesungen zu haben. Die Mitwirkung weiterer Mitstreiter wie Johann Walter oder Georg Rhau wird ebenso anhand von Originalen illustriert wie Luthers Liebe zur Musik und Lobpreis der "Frau Musica".

Der Ausstellungsteil im Foyer erweitert den Blick auf das Thema Musik, Reformation und Luther auch über das 16. Jahrhundert hinaus. Gezeigt werden beispielsweise Gesangbücher  aus mehreren Jahrhunderten, u. a. aus Thüringen, sowie Traktate zur Theorie und Praxis der Musikausübung, etwa Instrumentenlehren. Auch große Komponisten wie Heinrich Schütz und Johann Sebastian Bach kommen zur Sprache.

Orte: Ausstellungsraum im Foyer sowie Zimelienraum in der Teilbibliothek Geisteswissenschaften am Bibliotheksplatz 2

Öffnungszeiten:
Der Ausstellungsraum im Foyer ist im Rahmen der Öffnungszeiten der Teilbibliothek Geisteswissenschaften zu besichtigen.
Die Besichtigung des Zimelienraumes ist dienstags von 10:00 bis 12:00 Uhr sowie donnerstags von 16:00 bis 18:00 Uhr nach vorheriger Anmeldung an der Zentralen Information, Tel. 03641 9-40100 sowie per E-Mail möglich.

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